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Route von Meolo. Spuren Vergangener Zeiten

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Zahlreiche historische Gebäude sind in Meolo noch erhalten, darunter auch einige herrliche Patriziervillen. Obwohl es vorwiegend ein landwirtschaftliches Gebiet ist, fügen sich diese Gebäude  harmonisch in die genau umrissene und bestimmte Struktur des Ortes ein, der eine lebhafte und auf die Zukunft ausgerichtete Atmosphäre ausstrahlt.
Wenn man in Richtung Fossetta am Fluß entlang fährt, kommt man zuerst links an die mächtige Villa De Marchi-Nardari, Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, deren Haupttrakt die beiden symmetrischen Seitenflügel leicht überragt. Der riesige, elegante Gebäudekomplex liegt in einem weitläufigen Park im englischen Stil, in dem sich auch eine sehenswerte Brunnenbrüstung befindet. Etwas weiter, am rechten Meoloufer, liegt die Renaissancevilla Priuli, mit einer streng umrissenen Fassade, durch die zehn Steinmasken unter den Fenstern unverkennbar.

Auch das nicht weit entfernte Oratorium S. Filippo Neri ist sehenswert, sowie links kurz vor der Piazza die Überreste der antiken Backöfen, die schon im 15. Jahrhundert das frische Brot für Venedig lieferten.
Nach sichtbaren Umbauten ist nur noch die Treppe zum Meolo hinunter originalgetreu erhalten geblieben.

Etwas abseits vom Fluß steht die Villa Folco aus dem 18. Jahrhundert. Umbauten Anfang des 20. Jahrhunderts erkennt man auf den ersten Blick am glatten Bossenwerk und an den Jugendstilgittern.

Die Villa hat tatsäcglich eine große historische Bedeutung, denn im Winter 1917 ging hier das italienische Oberkommando von General Cadorna an General Diaz über.
Seitlich der Villa ist ein landwirtschaftliches Nutzgebäude mit dorischen Kolonnaden zu sehen.

Jenseits des Flusses steht die Villa 'Delle colonne' (der Säulen) Dreina (heute Cagnato) aus dem 19. Jahrhundert, wegen der ungewöhnlichen Doppelsäulen beim Eingang so genannt. Gegenüber liegen die antiken Backöfen der Serenissima.

 

Geht man nun die via Diaz entlang, sieht man den leider sehr verfallenen Palazzo Del Maschio-Negro, einst ein schöner dreistöckiger Bau, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert.

Etwas weiter stößt man auf die vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammende, auch sehenswerte, Villa Vio. Die Fassade ist mit für das späte 15. Jahrhundert typischen geometrischen Mustern dekoriert, was klar auf ihren Ursprung schließen läßt. Scheinbar handelte es sich um das Gehöft eines antiken Klosters: Unter den Kolonnaden sind, außer den Wappen der Cappello, Heiligenstatuen und ein Markuslöwe zu bemerken.

Nun haben wir die Piazza Martiri (Märtyrerplatz) erreicht, mit dem heute zum Rathaus umfunktionierten Palazzo Cappello, zwischen Ende des 15. Jahrhunderts und 1516 errichtet.
Trotz späterer Umbauten und Veränderungen ist das zweistöckige Gebäude typisch venezianisch, mit Dreibogenfenstern und einem kleinen Balkon aus istrischem Marmor.

An der Fassade kann man noch Spuren von Fresken und Lüftlmalerei und Bruchstücke von Figuren erkennen.
Weitaus interessanter sind die Innenräume mit blattförmigen Dekorationen und Pflanzenmotiven aus dem 15. bis 16. Jahrhundert im Ratssaal, eine 'Madonna mit Kind' auf der Treppe, und weitere blattförmige Dekorationen im Säulengang des ersten Stockes. An den Wänden sind Wappen der
Cappello und der Markuslöwe zu sehen.

Rechts an der Stirnwand sind noch Überreste von Dekorationen aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, unter denen Malereien aus dem 16. Jahrhundert zum Vorschein kamen.

Auch an der Sansovino-Balkendecke sind noch Spuren der Originaldekorationen sichtbar. Die beiden Räume rechts vom Eingang sind mit Fresken, Dekorationen und allegorischen Motiven versehen.

Seit dem 18. Jahrhundert war die Familie Cappello vorherrschend: überall in den Häusern und auf dem Land um Meolo gibt es Hinweise auf diese wichtige Familie.
Anstelle der heutigen Casa Longhetto an der Piazza befand sich vielleicht ein Anbau vom Palazzo Cappello.
An der Fassade sind nämlich Überreste eines großen Markuslöwen, vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, sichtbar.

 

 

Crediti e Bibliografia (de): Dieser Text ist dem Prospekt 'Itinerari della Provincia di Venezia' - 'Turismo Veneto' Ausgabe - entnommen.

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